PRESSEINFORMATION
19/00

Oestrich-Winkel, 21-11-00

Perspektiven der Internet-Gründungslandschaft in Deutschland
Chancen für den Standort Deutschland verkannt?

Eine Studie der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL (ebs)


Unbemerkt von der öffentlichen Wahrnehmung sind die Gründungszahlen im Bereich Internet und E-Commerce seit dem Boom der letzten Jahre in Deutschland rückläufig.
Der Wettbewerb auf internationaler Ebene ist härter geworden - und die für das weitere Wachstum dieser Branche notwendigen qualifizierten Fachkräfte sind, wie bereits bekannt, Mangelware. Doch auch das notwendige Wagniskapital, das für weitere Gründungen erforderlich ist, bleibt nach den jüngsten Einbrüchen der Börsenwerte aus und erschwert so die weitere Expansion. Spektakuläre Firmenpleiten verunsichern die Investoren, erste Marktsegmente festigen sich und gleichzeitig nimmt die Zahl der freien Marktnischen rapide ab: Für Neugründer wird der Eintritt in den Markt zunehmend schwieriger, das Überleben härter.
Um die Entwicklung der nächsten Jahre zu skizzieren und die nach wie vor großen Chancen dieser Branche vor Augen zu führen, wurde nun an der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL Schloß Reichartshausen (ebs), der ältesten deutschen Privathochschule für Betriebswirtschaftslehre, eine umfangreiche Studie am Lehrstuhl für Gründungsmanagement angefertigt.
Diese Studie räumt nicht nur mit den Vorurteilen und Mythen der Gründungswelle auf, sondern bietet erstmals verlässliche Zahlen zur Gründungsdynamik - und so die Grundlage zur Wiederbelebung und Effizienzsteigerung einer der wenigen Wachstumsindustrien.
Ein Ergebnis der Studie zeigt die Beschäftigungswirkung der Internet/E-Commerce-Branche. So sind in den vergangenen Jahren rund 150.000 neue Arbeitsplätze durch Gründungen geschaffen worden, weitere 50.000 bis 100.000 entstanden zudem in bereits etablierten Unternehmen. Treten die prognostizierten zweistelligen Wachstumsraten ein, so wird die arbeitsmarktpolitische Bedeutung dieser Branche noch steigen.
Eine weitere neue Erkenntnis ist die Tatsache, dass deutsche Gründer im amerikanischen Vergleich etwa durchschnittlich 10 Jahre jünger sind. Der amerikanische Vergleich zeigt zudem, dass Gründer in den USA doppelt so oft bereits Internet-Industrieerfahrung haben und dreimal so häufig Frauen unter den Gründern sind. Diese Vergleiche stellen die höhere Risikobereitschaft der US-Gründer heraus: Ältere, erfahrene Manager wagen häufiger den Wechsel, für deutsche Führungskräfte scheint dieser Schritt zu risikoreich oder nicht ausreichen attraktiv genug.

Das unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz Klandt, ebs, durchgeführte Projekt, "E-Startup.org ist ein Forschungsprojekt über Internet/E-Commerce Gründungen in Deutschland. Ziel ist es, das aktuelle Gründungsverhalten in Deutschland zu erheben und auszuwerten. Auf Basis der erhobenen Daten wird empirisch das Phänomen der Bildung von Technologie-Regionen für die neu entstehende Industrie untersucht. Damit sollen neue Ansatzpunkte für eine Standortpolitik und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gefunden werden.
Der Autor, Lutz Krafft, ist Mitarbeiter des E-Startup.org Forschungsteams an der EUROPEAN BUSINESS SCHOOL und zudem seit 1993 als Berater bei der Boston Consulting Group tätig.

Detaillierte Informationen zur Studie können im Internet unter www.e-startup.org abgerufen werden oder direkt beim Lehrstuhl für Gründungsmanagement/Entrepreneurship der ebs angefordert werden (E-mail: info@e-startup.org).

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Weitere Presseinformationen:
Wiebke Schöpper, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 06723-69-141
E-mail: wiebke.schoepper@ebs.de

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