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PRESSEINFORMATION Oestrich-Winkel, 19.2.01
Beschäftigung
im Segment In Deutschland beschäftigen die Gründungen etwa 151.000 fest angestellte Mitar-beiter, weitere 29.000 entfallen auf Standorte im Ausland. Freie Mitarbeiter haben für die meist kleinen Unternehmen eine hohe Bedeutung. Ihre Zahl beträgt etwa 67.000 Mitarbeiter, die meist projektbezogen oder in Teilzeit eingesetzt werden. Weitere 80-100.000
Mitarbeiter, die bei etablierten Unternehmen und ausländ-ischen
Anbietern beschäftigt sind, können den Geschäftsfeldern
Internet und Beschäftigungswachstum Um die gesteckten Wachstumsziele zu erreichen, planen die Gründungen in 2001 zusätzliche 100.000 Neueinstellungen (über den Ersatz von Abgängen hinaus). Bei moderaten Wachstumsannahmen dürfte der Bedarf der etablierten und aus-ländischen Unternehmen weitere 20-30.000 Mitarbeiter betragen. Von diesem Bedarf entfallen 15% auf E-Commerce-Anbieter, 72% auf Anbieter von Internet-Dienstleistungen und 13% auf Technologie-Anbieter (Software und Infrastruktur). Risiken für die Beschäftigung In den USA haben Firmenschliessungen und Restrukturierungen in den letzten Monaten zu einer Entlassungswelle geführt. Aufgrund der Entwicklung an den Kapitalmärkten und einsetzender Konsolidierung kann auch in Deutschland für 2001 von einer steigenden Rate an Firmenaufgaben ausgegangen werden. Ein höheres Risiko tragen dabei vor allem die etwa 2.000 Beteiligungskapital-finanzierten Gründungen, die durch Venture Capital Gesellschaften, Business Angels oder strategische Investoren finanziert wurden. Auf diese Unternehmen entfallen etwa 35% der Beschäftigung und 57% der geplanten Neueinstellungen. Deutsche Gründungen haben erst nach dem Start des Neuen Marktes und damit vergleichsweise spät Zugang zu Beteiligungskapital erhalten. Sie sind stärker aus dem eigenen, den Marktbedarf reflektierenden Cash-flow gewachsen und damit langsamer, als vergleichbare Unternehmen in den USA. Das Risiko einer grossen Entlassungswelle ist in Deutschland daher wesentlich geringer. Durch Firmen- Schliessungen frei werdende Mitarbeiter können durch bestehende Unternehmen und neue Gründungen aufgenommen werden. Als Referenz wurde ein "Worst-case"-Szenario betrachtet. Es basiert auf der Annahme, dass 20% der Gründungen in 2001 scheitern, keine neuen Unter-nehmen entstehen und die verbleibenden Firmen nur die Hälfte des erwarteten Wachstums realisieren können. Selbst in diesem schlechtesten Fall beträgt der Bedar der Gründungen noch zusätzliche 25.000 Mitarbeiter in 2001. Fazit: Sofern das prognostizierte Marktwachstum anhält, können Beschäftigung und weiteres Wachstum der Industrie in Deutschland als gesichert gelten. Rekrutierungsquellen Die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich auf die Strategien aus, mit denen Gründungen nach neuen Mitarbeitern suchen. Als wichtigste Quelle gaben die Unternehmen die Rekrutierung aus vorheriger freiberuflicher Tätigkeit an. Bereits an zweiter Stelle findet sich die Abwerbung von anderen Internet-Unternehmen. Gesucht sind vor allem Mitarbeiter mit Industrie-Erfahrung. Weniger wichtig sind "nach Schule, Ausbildung und Weiterbildung" sowie "aus Hochschulen und Forschungsinstituten". Ihre geringere Bedeutung ist vermutlich auf den schlechteren Zugang zu diesen Quellen und andere Karriereabsichten der Kandidaten zurückzuführen. Nur wenig anfreunden konnten sich die Gründungen mit der Gewinnung von Mitarbeitern aus Industrie-Unternehmen. Nur 3% der Teilnehmer hielt diese Quelle für "Sehr wichig" und nur 9% für "Wichtig". Über die Befragung Angeschrieben wurden 8.989 Gründungen des Bereichs Internet/E-Commerce, die von einem sechsköpfigen Projektteam von Januar bis August 2000 identifiziert und ausgewertet wurden. Nach einem Pre-Test mit 500 Gründungen im Oktober fand die Hauptbefragung im November 2000 statt. An der Befragung nahmen 1.178 Unternehmen teil, etwa 900 machten Angaben zu ihrer aktuellen Profitabilität und Wachstumserwartung. Über das Projekt E-Startup.org ist das Forschungsprojekt zu Internet/E-Commerce Gründungen in Deutschland. Ziel des Projektes ist es, das aktuelle Gründungsverhalten in Deutschland zu erheben und auszuwerten. Auf Basis der erhobenen Daten wird empirisch das Phänomen der Bildung von Technologie-Regionen für die neu entstehende Industrie untersucht. Damit sollen neue Ansatzpunkte für die regionale Standortpolitik und die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gefunden werden. Das Projekt wird bearbeitet am Stiftungslehrstuhl für Gründungsmanagement und Entrepreneurship der European Business School (ebs) in Oestrich-Winkel. Leiter des von der Deutschen Ausgleichsbank finanzierten Lehrstuhls ist Prof. Dr. Heinz Klandt. Projektleiter von e-Startup.org ist Lutz Krafft, der seit 1993 als Berater bei der Boston Consulting Group tätig ist. 6624 Zeichen Weitere Informationen über das Projekt und über den Lehrstuhl erhalten Sie über die Pressestelle der Hochschule oder auf folgender Internetseite: www.e-startup.org. Wiebke Schöpper,
Tel. 06723-69-141, |